Die Süd-Orkney-Inseln, eine kleine Inselgruppe mit einer Fläche von rund 620 km², liegen in der Scotiasee. Eine einsame, vergletscherte Welt mit Eiswüsten – und mehr Tierarten als auf den Galapagos-Inseln, wie Wissenschaftler herausfanden. Wer würde hier rund 1.200 Spezies vermuten? Zahlreiche Pinguin-, Wal- und Robbenarten sowie Seeleoparden sind auf den Süd-Orkney-Inseln heimisch. Mit Glück sichten Sie auch Eisberge, die vor den rauen Küsten treiben. Nur wenige Menschen zählt dagegen die seit 1904 besetzte argentinische Forschungsstation Orcadas. Abhängig von den Gegebenheiten und vorbehaltlich einer Stationsgenehmigung landen Sie dort mit den Zodiacs an und erhalten Einblicke in das isolierte Leben der Polarforscher vor Ort.
In langer Reihe erstrecken sich die Süd-Shetland-Inseln. Die Inselgruppe öffnet Ihnen spannende Kapitel der Antarktis-Entdeckungen und gewährt Ihnen Experteneinblicke in die Geologie. Hier kann
Ihr kleines, wendiges Schiff seine Expeditionstauglichkeit erneut beweisen, wenn es in die geflutete Caldera des erloschenen Vulkans fährt, der Deception Island bildet. An den Seiten bis zu 50 m hohe Felswände, vor Ihnen dampfend schwarzer Strand, der von einstiger Eruption kündet – und Sie mitten in der Szenerie. Legendär ist Elephant Island, wo Sie Historie umweht: Hier harrte die Mannschaft des Polarforschers Sir Ernest Shackleton über Monate aus, nachdem sie ihr Schiff im Eis hatte aufgeben müssen. Die Kulisse wird auch Sie in den Bann ziehen: Scharf zeichnen sich Felszacken vor dem Horizont ab, und die Abendsonne lässt Schneefelder zartrosa leuchten.
Die Antarktische Halbinsel, Teil des kältesten Kontinents unserer Erde, mag auf den ersten Blick unwirtlich wirken – tatsächlich aber ist sie ein Paradies für unzählige Tierarten, die sich perfekt angepasst haben. Erleben Sie erhabene Momente, wenn Sie den Fuß auf das antarktische Festland setzen. Um Sie herum schneebedeckte Gipfel, imposante Eisberge und sich auftürmende Gletscher. Auf Petermann Island halten Sie Ausschau nach Esels- und Adelie-Pinguinen sowie Blauaugenkormoranen, die hier ihre Brutkolonien haben.